Podium: Klimagerechtigkeit und Feminismus? One struggle, one fight!

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Referentinnen: Dorothy Nalubega (Grüne Partei Uganda), Liane Schalatek (Heinrich Böll Stiftung Washington), Lara Eckstein (Berliner Klimaaktivistin Ende Gelände)

Datum: 29. November 2018, von 19 bis 21 h
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Sebastianstr. 21
10179 Berlin

Mit der Erwärmung unserer Atmosphäre um ein Grad ist die Klimakrise in vielen Regionen der Welt bereits grausame Realität geworden. Dürren, Stürme, Waldbrände und steigende Meeresspiegel bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen und verschärfen bestehende Ungerechtigkeit.

Verursacht primär von den Industrienationen des globalen Nordens, treffen die negativen Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise die Bevölkerung, die unterhalb der Armutsgrenze lebt. Und in besonderem Maße Frauen* in den Ländern des globalen Südens. Ihre Situation ist geprägt durch einen erschwerten Zugang zu staatlicher Infrastruktur wie medizinische Versorgung oder Bildung. Ihre direkte Abhängigkeit von der Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und intakter Ökosysteme sowie geringe Einkommen und weniger Möglichkeiten politischer Teilhabe, führen dazu, dass Frauen* anders von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind als Männer*.

Es sind aber auch diese Frauen*, die mit viel Stärke und Mut Veränderungen in ihren Gemeinden durchsetzen und international mit lauter Stimme für konsequenten Klimaschutz streiten. Frauen* bringen vielfältige Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen mit, um die Klimakrise aufzuhalten und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Deshalb haben wir drei unterschiedliche Referentinnen eingeladen, die aktiv im globalen Süden, auf den UN-Klimakonferenzen und in der sozialen Bewegung in Deutschland für Klimagerechtigkeit kämpfen.

Die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit – Für ein gutes Leben für alle – ist unteilbar verknüpft mit der Bewegung für die Gleichberechtigung der Frauen*.

Es ist an der Zeit, dass wir die Stimmen der Frauen* aus dem globalen Süden hören, von ihnen lernen und uns mit ihnen verbünden. Dorothy Nalubega aus Uganda spricht darüber, wie der Klimawandel bereits jetzt in Uganda Existenzen zerstört und wie Probleme von Frauen* mit der Klimakrise verschärft werden. Sie schildert, warum nachhaltige Entwicklung, lokale Umweltschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen am besten funktionieren, wenn Frauen* direkt beteiligt sind.

Von der Heinrich Böll Stiftung wird Liane Schalatek berichten über den gegenwärtigen Stand gleichberechtigter Teilhabe auf den UN-Klimakonferenzen. Denn Frauen* sind auch dort unterpräsentiert (Anteil weiblicher Delegierte ca. 30 %) und haben weniger Möglichkeiten an wichtigen globalen Entscheidungen über Klimaschutzmaßnahmen teilzunehmen.

Lara Eckstein, Aktivistin bei Ende Gelände in Deutschland wird uns verraten: Was ist die queer-feministische Klimabewegung? Welche Forderungen und welche Aktionen laufen bereits und wie können wir vor Ort aktiv werden für globale Gerechtigkeit?

Fragen, die wir dikustieren werden:
Wie können wir gemeinsam eine gleichberechtigte Beteiligung von Frauen*– auf allen Ebenen – erreichen?
Wie können wir feministische Perspektiven im Diskurs um „Klima(un)gerechtigkeit“ zwischen Nord und Süd etablieren?
Wie können wir die Bewegungen für Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit noch enger verknüpfen und international wie auf lokaler Ebene dafür einstehen?

Programm:
19:00 Begrüßung & Moderation Kathrin Henneberger, Institute of Environmental Justice e.V.

19:15 Input Dorothy Nalubega, Grüne Partei Uganda: Auswirkungen der Klimakrise in Uganda. Auf welche Weise betreffen die Auswirkungen Frauen* anders als Männer und warum? Konkrete Beispiele und Vorstellung von Umweltprojekten, die gleichzeitig die Gleichberechtigung von Frauen fördern.

19:30 Input Liane Schalatek, Heinrich-Böll-Stiftung Washington: Situation auf den UN-Klimakonferenzen: Wie stark ist dort die gleichberechtigte Partizipation an Entscheidungsstrukturen. Welche Projekte (Gender Action Plan) existieren? Wie geschieht die Umsetzung und wie kann die Partizipationund die Gleichberechtigung von Frauen* auch in der Finanzierung von Klimaprojekten gestärkt werden?

19:45: Input Lara Eckstein, Berliner Aktivistin Ende Gelände: Verstärkung von Ungerechtigkeit auf der Welt aufgrund der Klimakrise. Vorstellung Idee „Climate Justice – Klimagerechtigkeit“. Warum braucht es für Klimaschutz einen „System change“ – „Systemwandel“ und was bedeutet, bzw. was tut die queer-feministische Klimabewegung?

20:00: Speed Interview der Referentinnen: Warum ist es wichtig den Streit um Klimagerechtigkeit mit dem Streit um Gleichberechtigung/Feminismus zu verbinden? Welche grundlegenden Fragen müssen wir uns stellen?

20:30: Öffnung der Diskussion: Wie können wir die Bewegungen für Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit noch enger verknüpfen und international sowie auf lokaler Ebene dafür einstehen?

21:30: Abschlussworte der Referentinnen

21:00 Ende mit Ausklang

Sprache: Deutsch & Englisch (mit Flüsterübersetzung)

Für Wünsche zur barrierefreien Teilnahme wenden Sie sich bitte an Tanya Lazova unter lazova@bildungswerk-boell.de

Die Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. in Kooperation mit Institute of Environmental Justice e.V.

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.
Sowie finanziellen Mitteln der Stiftung Klassenlotterie Berlin.

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