Botschaften aus dem globalen Süden – Nina Gualinga

Nina Gualinga ist eine Vertreterin der indigenen Gemeinde der Kichwa, die in Sarayaku, im ecuadorianischen Amazonas, leben. Die indigene Bevölkerung dort streitet gegen Öl-Konzerne und Waldrodungen „die diese globale Krise verursachen“. Dafür werden sie kriminalisiert, ermordet und bedroht. Nicht nur die Auswirkungen des Extraktivismus, auch die der Klimakrise spürt die lokale Bevölkerung bereits „Mit der Veränderung des Wetters, Überflutungen, Ernteausfällen und Plagen.“

Nina Gualinga fordert: „Wir, die wir unser Leben riskieren für das Wohlergeben des ganzen Planeten und der Menschheit, müssen unterstützt werden. Das bedeutet indigene Rechte und Territorien zu respektieren und die indigene Bevölkerung zu unterstützen.“

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Feminismus und Klimagerechtigkeit – One struggle, one fight

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Am 1. Dezember, 17:30- 19:30 h

Großer Saal im Allerweltshaus Köln-Ehrenfeld (Körnerstraße 77-79)

 

Nicht zufällig sind es besonders Frauen*, die global an vorderster Front der Klimabewegung zu finden sind, die Bürgerinitiativen starten, auf Demos oder auf den UN-Klimakonferenzen laut ihre Stimme erheben. Die Klimakrise aufzuhalten und eine „bessere Welt“ aufzubauen bedeutet einzufordern endlich gleichberechtigt über unser aller Zukunft entscheiden zu können.

 

Auch sind es Frauen* in den Ländern des globalen Südens, die als erstes und am stärksten von der Klimakrise betroffen sind. Nicht weil sie „schwächer“ sind als Männer, sonders aufgrund ihrer Stellung innerhalb von Gesellschaft und Familie, die einen geringeren Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung oder Erwerbsarbeit bedeutet.

 

Die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit – Für ein gutes Leben für alle – ist unteilbar verknüpft mit der Bewegung für die Gleichberechtigung der Frauen*.

 

Einen Tag vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Madrid wollen wir uns in Köln zusammenfinden und diskutieren: Warum ist es zentral wichtig, dass Frauen* sich politisch auf vielfältige Art engagieren, welche unterschiedlichen und ähnlichen Erfahrungen konnten wir in unserer breiten Klimabewegung sammeln und was verstehen wir unter der Forderung „Klimagerechtigkeit“?

 

Referent*innen:

Tara Cicchetti, Fridays for Future Köln

Dr. Ute Symanski, Vorsitzende RADKOMM e.V. und Initiatorin der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad in NRW

Katharina Dröge, Mitglied des Deutschen Bundestages & Sprecherin für Wirtschaftspolitik der Grünen Bundestagsfraktion

Antje Grothus, Koordinatorin Kohlepolitik NRW bei der Klima-Allianz Deutschland & aktiv bei Buirer für Buir

Moderation: Kathrin Henneberger, Institute of environmental justice e.V.

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Veranstaltung “Memorias de Tierra”

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Geschichten von Menschen aus der Steinkohletagebauregion Nordkolumbiens

Am Montag, 25. November, ab 18.30 Uhr

In der Nantoka Bar im Autonomen Zentrum Köln (Luxemburger Str. 93)

Foto-Ausstellung, Vortrag & Diskussion

Das Dorf El Hatillo im Norden Kolumbiens wird verschwinden. Es ist umgeben von Minen, in denen internationale Konzerne Steinkohle abbauen. Die Bewohner*innen des Dorfes El Hatillo leiden seit Jahren an den lokalen Umweltverschmutzungen. Die Kohlebagger rücken immer näher und jetzt müssen die Bewohner*innen umgesiedelt werden, ihre Gemeinschaft wird auseinandergerissen.  Exportiert wird die hier abgebaute Steinkohle unter anderem für RWE und Uniper auch nach Deutschland. Der Abbau von Rohstoffen ist in vielen Ländern des globalen Südens ein großes Geschäft für multinationale Unternehmen. Mit negativen Auswirkungen auf für das globale Klima, die lokalen Ökosysteme und den Menschen in den Gemeinden.

“Memorias de Tierra” erzählt die Geschichte der Menschen von von El Hatillo. Die Organisation „Fundación Chasquis“  hat das Dorf in einer virtuellen Plattform verewigt, um den Bewohner*innen die Möglichkeit zu geben zurück zu kehren https://fundachasquis.org/memorias-de-tierra/. Neben Vortrag, Foto-Ausstellung und Diskussion wollen wir auch diese am 25. November präsentieren. 3D-Brillen aus Pappe sind vor Ort.

Der Abend wird organisiert von dem „Institute of environmental justice e.V.“ und dem „Dachverband der Kritischen Aktionär*innen“ 

Mehr Infos über El Hatillo https://klimakrise.blog/2018/08/18/kolumbien/

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Botschaften aus dem globalen Süden – Hilda Nakabuye

„Meine Familie verlor ihre Lebensgrundlage. Mein Leben veränderte sich, ich konnte nicht mehr zu Schule gehen.“  Fridays For Future Aktivistin Hilda Flavia Nakabuye aus Uganda berichtet über die Auswirkungen der Klimakrise, die in ihrer Region bereits stark zu spüren sind. „Die Temperaturen steigen und es kommt zu Hitzewellen. Der geringe Niederschlag verursacht Dürren und Wüstenbildung. Starkniederschläge verursachen Überflutungen und Erdrutsche.“

Klimaaktivistin ist die jetzige Studentin geworden, als sie in einem Vortrag hörte, dass zu wenig getan wird, um die Klimakrise aufzuhalten. „Ich fühlte mich verantwortlich aktiv zu werden. Zu Beginn des Jahres (2019) gründete ich Fridays For Future in Uganda. Um den Erwachsenen, der Regierung, den Konzernen und jedem Einzelnen zuzurufen aktiv zu werden.

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes

Botschaften aus dem globalen Süden – Mario Vargas

Mario Vargas ist ein Vertreter der indigenen Bevölkerung der der Shuar in Ecuador. Im Moment erlebt seine Gemeinschaft radikale Veränderungen aufgrund der Klimakrise. Seine Botschaft an Deutschland ist deshalb, dass Unterstützung für die Wälder und gegen die Klimakrise direkt an die indigene Bevölkerung gehen sollte, da sie die Beschützer*innen des Urwaldes sind.

 

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Botschaften aus dem globalen Süden – Hindou Oumarou Ibrahim

Hindou Oumarou Ibrahim ist die Koordinatorin der “Indigenous Women and Peoples’ Association of Chad” und vertritt diese auf den UN-Klimakonferenzen. „Für das Überleben meiner Gemeinschaft, den Bororo Nomaden, darf sich die mittlere Temperatur auf der Erde nicht um mehr als 1,5 Grad erhitzen.“ Ihr Gemeinschaft spürt jetzt bereits die Auswirkungen der Klimakrise, das Wasser wird knapper in der Sahelzone Afrikas, die Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen nimmt zu. „Die Industriestatten müssen in einen Anpassungsfond zahlen, für die indigenen Gemeinden. Denn mit unserem traditionellen Wissen haben wir Lösungen, um die Klimakrise aufzuhalten.“, fordert Hindou. Mehr Infos über Hindou und die Situation im Tschad sind hier zu finden: https://klimakrise.blog/2018/09/25/tschad/

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Botschaften aus dem globalen Süden – Tabea Cazique

Tabea Cazique, ist von der indigenen Bevölkerung der Ashaninka in Peru und Leiterin in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Technologie der COICA.Der Dachverband der Indigene Amazoniens vertritt mehr als 500 verschiedene indigene Völker in den 9 Amazonasländern. Der Grund für ihre Botschaft: „Derzeit brennt der Amazonas, mehr als eine Million Quadratkilometer wurden bereits verbrannt, mit schwerwiegenden Folgen für Tiere, indigene Völker, das Amazonas-Ökosystem, das südamerikanische Regionalklima und das globale Klima.“ Tabea fordert das globale Klima besser zu schützen… „unsere Heimat und unser Leben nicht zu zerstören, die Rohstoff- und Agrarmonokulturpolitik der Amazonasstaaten, nicht zu unterstützen. Wir bitten um Spendenunterstützung, um mit Wiederaufforstungsprojekten in den verbrannten Gebieten unserer amazonischen Dörfer zu beginnen.“

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Botschaften aus dem globalen Süden – Dorothy Nalubega

Dorothy Nalubega kommt aus Uganda. Sie beobachtet wie Frauen auf andere Weise von der Klimakrise betroffen sind. Sie seien abhängig von den natürlichen Ressourcen und oft dafür zuständig Wasser zu holen, oder Feuerholz zu sammeln. Die verstärkten Dürren mache ihrer Landwirtschaft zudem schwer zu schaffen und verstärken die bereits bestehende Armut. „Weil Frauen am stärksten von der Klimakrise betroffen sind, gibt es keinen Grund, warum Frauen nicht an den Entscheidungen über Klimaschutz beteiligt sein sollten“. Dorothy fordert eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in den Ländern des globalen Südens.

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WS „Klimagerechtigkeit & Feminismus“ auf der Degrowth-Sommerschule

D1IT2cCWsAEm42jAuf der Degrowth-Sommerschule bieten wir einen WS an. Am Montag, 5. August im Zelt 14

Alle Infos hier

Die Klimakrise ist in vielen Regionen des globalen Südens bereits grausame Realität. Dürren, Stürme, Waldbrände und steigende Meeresspiegel bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen und verschärfen bestehende Ungerechtigkeit. Frauen sind in besonderem Maße von den negativen Auswirkungen betroffen. Nicht weil sie „schwächer“ sind als Männer, sonders aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung: Dem geringeren Zugang zu staatlicher Infrastruktur wie medizinische Versorgung oder Bildung sowie geringere Einkommen und weniger Möglichkeiten in politischen Entscheidungsgremien ihre Anliegen zu vertreten. Es sind aber auch diese Frauen, die mit viel Stärke und Mut Veränderungen in ihren Gemeinden durchsetzen und international mit lauter Stimme für konsequenten Klimaschutz streiten. Die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit – Für ein gutes Leben für alle – ist unteilbar verknüpft mit der Bewegung für die Gleichberechtigung der Frauen.

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.